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Der Smalltalk ist, so oft er auch belächelt wird, die Basis für jeden Flirt und damit auch für jede Beziehung. Gespräche, auch wenn diese noch so belanglos sind, bilden die erste Basis für Sympathie und Vertrauen. Und bei den ersten Gesprächen kann man viel richtig, aber auch einiges falsch machen. Mit diesem Hintergrundwissen sollte aber eigentlich nichts mehr schief gehen.

 
 
Kommt dir das bekannt vor? Verkrampftes festhalten am Weinglas, eine Zigarette nach der anderen. Über all dem peinliches Schweigen. Verzweifelte Suche nach einem Gesprächsthema, aber es reicht nur zu einem verlegenen "Äh..." nach dem anderen.
Neidvolle Blicke zum Stehtisch gegenüber. Da ist ein Kerl, der mühelos innerhalb kürzester Zeit ein Mädchen nach dem anderen in eine lockere, angeregte Plaudereien verwickelt. NEID! Wie macht dieser Kerl das bloß? So toll sieht der doch auch nicht aus!
Egal ob im Stammlokal, auf einer Geburtstagsparty einer Betriebsfeier oder bei einem sonstigen Anlass zwischen lauter aufgedonnerten Unbekannten - Sprachhemmungen sind die Folge falscher und zu hoher Anforderungen an dich selbst. Niemand erwartet von dir tiefschürfende Bemerkungen über Wissenschaft, Politik oder Malerei. Die Anwesenden wollen sich entspannen, sich unterhalten - mit Sicherheit keine anstrengenden Probleme lösen. Und schon gar nicht wollen sie vorgeführt bekommen, was für ein einzigartiges Genie du bist!
Frag dich einfach einmal selber: Möchtest du von dem vollbusigen Girl im knappen schwarzen Minirock einen druckreifen Vortrag über die Vorteile von makrobiotischem Joghurt mit linksdrehenden Kulturen hören? Würdest du dich da nicht nach zwei Minuten mit einer fadenscheinigen Entschuldigung in Richtung WC davon machen? Na also. Und deinen potentiellen Gesprächspartnern geht es nicht anders.
Die wahren Könner auf dem Gebiet der leichten Konversation meiden heikle und schwierige Themen. Gesprächsthemen des Small Talks sind so beschaffen, dass eine Unterhaltung auch ohne eine Vertrauensbasis, die längere Bekanntschaft voraussetzt, gelingt. Aber worauf kommt es an?
Aller Anfang ist der erste Kontakt. Angst, Fremde anzusprechen? Auf Partys oder ähnlichen Veranstaltungen völlig unnötig. Setz dein bestes Lächeln auf und frag einfach, woher dein Gegenüber den/die Gastgeber kennt. Oder ob er/sie das erste Mal hier ist. Zugegeben, das ist nicht sehr intelligent, aber du wirst auf jeden Fall eine Antwort bekommen. Jetzt musst du nur noch sagen, wie es bei dir aussieht - also aus welchem Grund du da bist. Dann stell dich vor: "Übrigens, ich bin der/die [Dein Vorname]". Mit Sicherheit wirst du den Namen deines Gegenübers erfahren. Und Namen sind etwas sehr intimes - also merk ihn dir gut!
Wie nun weiter? Worüber redet man mit eine Person, von der man nichts weiß, als ihren Namen - nachdem sie sich ebenfalls vorstellte? Was du jetzt brauchst, ist Interesse am Mitmenschen, Aufgeschlossenheit und positive Neugierde. Und das Wissen, welche Themen für den Small Talk geeignet sind.

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Nach Ansicht von Benimm-Experten eignen sich als Gesprächsthemen:
· Wohnort, Land, Stadt(-viertel), Straße
· Familienstand und Kinder
· Haustiere und Tiere allgemein
· Beruf, Tätigkeit, Studium, Ausbildung
· Hobbys, Freizeitbeschäftigung, Sport
· Urlaub, Reisen.

Dabei darf das Gespräch nicht in ein Abfragen abgleiten (kein Verhör). Du nimmst den Faden auf, stellst eine Verständnisfrage und sagst deine Ansicht, ohne sie als einzig richtige auszugeben. Einsilbige Ja/Nein-Antworten ohne Zusatz sind dabei zu vermeiden. Wenn es dein Gegenüber genauso hält, wirst du keine Schwierigkeiten haben, gemeinsame Interessen zu finden und an diesen Stellen die Unterhaltung zu vertiefen. Gerät das Gespräch ins Stocken, warte einige Sekunden. Meist nimmt der andere von sich aus die Unterhaltung wieder auf.

Für die ersten Kontakte wenig geeignet bis tabu sind folgende Themen:
· Politik
· Religion
· Krankheiten
· Kritik am Essen oder den Gastgebern
· Ehe- oder Partnerschaftsprobleme
· Geld und Geschäfte.

Auf jeden Fall verpönt sind Rechthaberei und das Auffallenwollen um jeden Preis. Du hast sicher schon einmal unangenehme Gäste beobachtet, die mit Theatralik, Kreischen, hysterischen Lachanfällen oder dem Erzählen von abgestandenen Witzen versuchten, auf sich aufmerksam zu machen.
Übe Zurückhaltung bei Klatsch und Tratsch. Durch die neuesten Skandalgeschichten über gemeinsam bekannte Abwesende lässt sich bekanntlich Verbundenheit, Informiertheit und rege Anteilnahme am Leben anderer demonstrieren. Beim Lästern können sich nach wenigen Minuten zwei vorher Fremde wie halbe Verschwörer vorkommen. Aber übertreibe es nicht. Irgendwann fragt sich deine neue Bekanntschaft vielleicht, wann und bei welcher Gelegenheit sie von dir ausgerichtet wird. Der Mensch liebt den Verrat, aber nicht den Verräter. Höre ruhig und mit Wohlwollen zu, wenn über Abwesende getratscht wird, aber beteilige dich nicht mit eigenen Informationen über Dritte an diesem Spiel. Je verschwiegener du bist, was Außenstehende betrifft, umso eher wirst du als Vertrauensperson akzeptiert.

 
 

Wenn du außerdem noch die folgenden allgemeinen Kommunikationsregeln beachtest, wirst du rasch bei jeder Gelegenheit zum gesuchten Gesprächspartner:

  • Positive Äußerungen: Worüber du dich auch unterhältst, äußere soviel wie möglich Lob und Anerkennung und halte dich mit Kritik und Meckerei zurück. Insbesondere natürlich, was den Gastgeber betrifft. Jeder unterhält sich lieber mit Menschen, die eine positive Einstellung zum Leben und zu ihrer Umgebung zeigen als mit Nörglern.
  • Zuhören: Stelle Fragen und lasse dir Dinge und Erlebnisse erzählen statt selbst zu argumentieren oder gar Überzeugungsreden zu halten. Gib statt dessen lieber dem andern Gelegenheit sich darzustellen. Wer andere reden lässt und aufmerksam zuhört, ist beliebter als nervige Dauerredner.
  • Kein Verhör: Vermeide es, den Gesprächspartner mit Informationsfragen - womöglich noch nach intimen Details - zu überhäufen. Frag lieber nach Meinungen als nach Fakten aus dem persönlichen Lebenslauf.
  • Namen nennen: Pass auf, dass du dir gleich den Namen der neuen Bekanntschaft merkst. Wenn du ihn nicht mitbekommen hast, frag ruhig nach. Dein Interesse wird garantiert positiv gewertet, denn jeder weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, neue Namen mitzubekommen und zu behalten. Und sprich während der Unterhaltung dein Gegenüber immer wieder mal mit dem Namen an. Dadurch gelangt ein persönliches Element in das Gespräch und du schaffst ein vertrautes Klima.

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ABER JETZT IST ES GENUG MIT DER GRAUEN THEORIE.
RAUS MIT DIR UND DAS GELESENE AM BESTEN GLEICH IN DIE TAT UMSETZEN.

DU SCHAFFST ES ....

 
 
 
 
 

Hier ist Platz für Eure Anregungen zum Thema Small-Talk!

2009-07-24 10:29:29
ronny
klgft
das ist ja interessant,hmm.....ich erkenne mich bei guten wie bei negativen themen.mal schaun ob sich da noch was verbessern lässt.
MFG Ron
2003-06-28 13:34:12
Gast
interessant geschrieben, wo kann man noch mehr informationen zum smalltalken bekommen?

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Specialstart:19.5.2003