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Am 10. und 11. Februar 2002 ist im Sambadrome Party pur
angesagt!
Der Karneval in Rio ist eine der spektakulärsten Partys auf
der ganzen Welt. Die Parade der Sambaschulen im eigens erbauten "Sambadrome" ist etwas, das jeder einmal gesehen haben sollte.
Am besten in natura, denn im Fernsehen macht's nur halb so viel Spaß. Dort zu sein, und zu spüren, wie der Rhythmus ins Blut
geht - that's it! Der Samba hinterlässt bei den Gästen Rios einen derart tiefen Eindruck, dass sich viele davon - zumindest
vorübergehend - ebenfalls als Carioca fühlen. Das "Sambadrome" ist an diesen Tagen sicherlich einer der magischsten Plätze
auf der Erde.
Wir sprechen hier nämlich nicht von irgendeiner Parade, sondern
von der größten Parade der Welt. Sie ist unglaublich vielfarbig, wild, orgiastisch, harmonisch, abwechslungsreich und ansteckend
rhythmisch. Eine einzigartige Welt der Phantasien, an der in den besten Sambaschulen über viele Monate gearbeitet wird. 600
- 800 Trommler pro Sambaschule produzieren einen akustischen Orkan, der die Tänzer und Besucher in Ekstase versetzt. Handverlesene
Juroren haben die schwierige Aufgabe, die beste Schule zu ermitteln. Diese Schule ist dann für ein Jahr der grosse Stolz des
ganzen Landes.
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Neben Fussball dürfte der Karneval von Rio der wohl bekannteste
Exportartikel Brasiliens sein. Märchen werden hier Realität und überall regiert die Magie der Farben, wenn in einer Nacht 8
Sambaschulen nacheinander in kurzen Abständen um die Gunst der Jury tanzen als ob es um ihr Leben ginge. Der staunende Besucher
fühlt sich gelegentlich an pompös inszenierte Opern oder Musicals erinnert.
Die prächtig kostümierten Könige, Königinnen, Prinzessinnen
und Baianas haben das ganze Jahr über hart gearbeitet, um sich die Kostüme leisten zu können, die sie nun für nur wenige Stunden
tragen. Daran, und mit der Freude, mit der sie das tun, kann man wohl am besten ermessen, wie viel diese Parade ihnen bedeutet.
Auf der anderen Seite gibt es Brasilianer, die es sich leisten können, ein Vermögen für eine protzige Loge auszugeben, in der
nur wenige, ausgewählte Personen Platz haben. Wer 200 - 300 US Dollar in ein Kostüm investieren möchte, der ist bei manchen
Sambaschulen auch als Tänzer bei der Parade willkommen. Kondition sollte jedoch vorhanden sein, zumal es wärmer ist und die
Kostüme zum Teil alles andere als bequem sind.
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Links zu den Seiten der Samba Schulen
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Kritikern des weltberühmten Carnevals von Rio ist all dies
viel zu kommerziell ausgerichtet, zu schrill und von dem Elend der Favelas zu sehr ablenkend. Ein Event nur für gut zahlende
Touristen, die an diesen Tagen in Massen Rio bevölkern und an dem dargebotenen Spektakel teilhaben wollen.
Das ist eine Seite der Medaille, denn auf der anderen Seite
bringen diese Touristen Devisen in das Land.
Der Tourismus hat halt auch seine Schattenseiten (Kommt uns
Tirolern das nicht irgendwie bekannt vor?).
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