Das BuchStadtLesen bringt Lesegenuss in Österreichs Städte

Ab Mitte August touren Lesemöbel wie Sitzsäcke oder gemütliche Couchen, aber vor allem ca. 2.000 Bücher durch Österreichs Landeshauptstädte. Lesescouts animieren Passanten inne zu halten und sich in einem Buch zu verlieren. Der öffentliche Raum wird zum Lesewohnzimmer. Ziel ist es, vielen Menschen Lesegenuss näherzubringen. Mit StadtLesen bei freiem Eintritt zum bibliophilen Genusserlebnis!

Die Idee zum urbanen Lesewohnzimmer entstand durch die Bibliotels. In dieser Kooperation sind mittlerweile über 50 Hotels zusammengeschlossen, die sich dem Thema Buch widmen und durch die „Lizenz zum Lesen“ optimales Ambiente für LeserInnen geschaffen haben. Den Eigentümern der Bibliotels liegen LeserInnen am Herzen. Sie sehen es als ihre Aufgabe, sich in unterschiedlichen Bereichen mit dem Thema auseinander zu setzen.

Lesen und Reisen„Wir wollen zeigen, dass Lesen genussvoll ist. Dafür werden wir in Kooperation mit den Städten die wohl schönsten Plätze der neun Landeshauptstädte zu Lesewohnzimmern umgestalten“, so der Innovator Sebastian Mettler, Chef der Innovationswerkstatt aus Salzburg und „Erdenker“ der Bibliotels und StadtLesen.

Durch den international agierenden Künstler Peter Mairinger wurden die Plätze szenisch aufbereitet. Sein Motto „Von der Ordnung ins Chaos“ steht für die Kreativität des Chaos, deren Ergebnisse wieder in die Ordnung überführt werden müssen um zum Beispiel in Form eines Buches zugänglich gemacht – und somit zum Genuss – zu werden. Lesegenuss wird durch lukullischen Genuss komplettiert, so auch im StadtLesen - Lesewohnzimmer. Die GENUSS REGION ÖSTERREICH bietet Degustationen der feinsten Art und zeigen, dass Lesen mit Essen und Trinken eine perfekte Genusskombination ergeben. Lesemöbel in unterschiedlicher, aber immer gemütlicher Art, laden zum Verweilen ein. Der Möbeldesigner Gansch aus dem Pielachtal steuert „seine“ Art, Lesen ins Zentrum zu bringen, durch einen speziell erdachten und umgesetzten Infospace und Büchertürme bei.

Das Thema Buch decken, neben Verlagen, vor allem regionale Buchhandlungen ab. „Das hohe Kreativitätspotential in der Umsetzung von StadtLesen, die spontane Begeisterung praktisch aller Angesprochenen, ist für mich ein Zeichen dafür, dass mit Büchern Arbeitende, von Büchern Lebende auch sehr viel praktisches Umsetzungsvermögen beweisen. Das hat unsere Arbeit wesentlich erleichtert, oder besser gesagt, StadtLesen erst möglich gemacht“, freut sich Innovator, Sebastian Mettler.

Das besondere LeseerlebnisDie neun Landeshauptstädte sind Partner und Unterstützer der Aktion. So begeistert sich Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel aus Eisenstadt: „Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu grossen Daten, zu unerträumten Möglichkeiten. Unsere Stadt wird zur lesenden Stadt, der öffentliche Raum zum Lesewohnzimmer. Lesen als gemeinsames Erlebnis, das ist es, was mir so gut am Projekt StadtLesen gefällt.“

StadtLesen gastiert in einer Tour über neun Wochen (von Mitte August bis Mitte Oktober) in den neun Landeshauptstädten und macht Halt auf den prominentesten Plätzen der Stadt - so in Bregenz entlang des Bodensees an der Seepromenade, in Salzburg auf dem Mozartplatz, in Innsbruck vor dem Landestheater, in Linz an der Promenade vor dem Landhaus, in Sankt Pölten auf dem Rathausplatz, in Klagenfurt auf dem Neuen Platz, in Eisenstadt auf dem Domplatz und in Wien im Museumsquartier. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag werden bis zu 100 Sitzmöglichkeiten unterschiedlicher Art positioniert und BetreuerInnen laden Menschen zum Lesen ein. Ein „Literarisches Menü“ wird zum Gustieren anregen und die Auswahl erleichtern. Empfehlenswerte und aktuelle 2 literarische Leckerbissen werden angeboten, nicht nur in Buch- sondern auch in Hörbuchform. StadtLesen findet aber nicht nur auf den genannten Plätzen statt, sondern auch dort, wo das ganze Jahr über gelesen wird: in regionalen Buchhandlungen und Bibliotheken. Diese sind eingebunden und beteiligen sich aktiv an StadtLesen – sichtbar gemacht wird dies durch Wegweiser, die von „StadtLesen am Platz“ zu „StadtLesen 365 Tage“ führen. Dort werden im Aktionszeitraum Genussangebote dafür sorgen, dass Lesen zum Thema wird. Helmut Zechner von der Buchhandlung Heyn in Klagenfurt in seiner Sicht von StadtLesen: „Ziel von StadtLesen ist es, das gesamte Repertoire der Bücherwelt abzudecken und Lesen einer breiten Öffentlichkeit noch näher zu bringen. Es ist schön, dass die Innovationswerkstatt Regionalität auch mit den Buchhandlungen vor Ort ins Zentrum rückt.“

StadtLesen ist so konzipiert, dass eigentlich NICHTS passiert. Das Lesewohnzimmer wird als Einladung verstanden, sich niederzulassen, ein Buch in die Hand zu nehmen und zu geniessen. Lesegenuss wird möglich und erlebbar gemacht, Lesezeit geschenkt. Nicht dem Eventgedanken folgend, aber als Höhepunkt, wird an einem Abend eine „leise“, individuell für jede Stadt erdachte, Leseveranstaltung stattfinden. In Innsbruck liest beispielsweise Robert Menasse aus seinem brandneuen Buch „Ich kann jeder sagen: Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung“. Das Hörbuch wird in Form von „sprechenden“ Denkmälern vorgestellt. So wird sich in Salzburg die Mozartstatue in ein Buch vertiefen und daraus vorlesen. Dem Literaturfilm wird über einen Screen im Infospace gefrönt.

StadtLesen versteht sich als Veranstaltungsreihe, die dem Thema Lesen breite Öffentlichkeit bringen will. Unaufdringlich aber durchdringend. Nach dem Motto: „Lesen bringt nicht nur die Welt in deinen Kopf. Lesen ist eine Welt in deinem Kopf.“

Thema HörbücherStadtLesen – Wann und Wo:

Bregenz – 13. August bis 16. August 2009 – Seepromenade
Innsbruck – 20. August bis 23. August 2009 – Landestheater Vorplatz
Salzburg – 27. August – 30. August 2009 – Mozartplatz
Graz – 3. September bis 6. September 2009 – Hauptplatz
Klagenfurt – 10. September bis 13. September 2009 – Neuer Platz
Eisenstadt – 17. September bis 20. September 2009 – Domplatz
Linz – 24. September bis 27. September 2009 – Promenade beim Landhaus
Sankt Pölten – 1. Oktober bis 4. Oktober 2009 – Rathausplatz
Wien – 8. Oktober bis 11. Oktober – Museumsquartier Haupthof

Mehr Informationen unter: www.stadtlesen.com

(PR) Quelle/Fotocredit: Innovationswerkstatt

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