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Ötzi-Dorf Umhausen, Tirol
Kuppelofen zur Keramikherstellung Telefon: +43(0)5255 5022 Hütte im Ötzidorf

Die Jungsteinzeit sehen, entdecken und berühren

zu diesem Zweck wurde im Jahr 1999 in Umhausen im Ötztal dieses Museumsdorf errichtet. Seither ist es ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie und fördert auf unterhaltsame Weise die Volksbildung, indem in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft geschichtliche Erkenntnisse über die Jungsteinzeit vermittelt werden.
Das Dorf ist vom 4.5.2002 bis 20.10.2002 täglich von 10.00 - 18.00 Uhr geöffnet.
(im Oktober 10.00 - 17.00 Uhr)

 
Um das wirkliche Feeling für das Leben unserer Vorfahren zu bekommen, werden im Ötzi-Dorf auch zahlreiche Kurse (vom Schnupperkurs bis zum mehrtägigen Kurs - auch für Familien) angeboten.
Das Spektrum ist sehr breit gefächert und umfasst unter anderem Fertigkeiten, wie Bogenschießen, Feuermachen (natürlich ohne Feuerzeug) und die Feuersteinmesser-Herstellung. Auch die Technik des Bogenbauens kann im Museumsdorf erlernt werden. Interessant sind ausserdem Spurenlesen und Naturbeobachtung sowie Wildnisleben für Kinder. Die Kräuterhexen können bei einer Kräuterwanderung mit Salbenmischen oder beim Kurs Wurzelsammeln und Tinkturen ihre Kenntnisse erweitern.
Aber auch das Feiern kommt im Ötzi-Dorf nicht zu kurz!
Am 9.6., 21.7., und 15.9., jeweils ab 14:00 Uhr gibt es das Fest im Ötzi-Dorf!
Mit fachkundige Erklärungen bei den einzelnen Anlagen, Weben am Gewichtswebstuhl, Brettchenweben, Feuerschlagen mit Feuerstein und Zunder, Spinnen mit Handspindel, Feuersteingeräteherstellung, Schmuckherstellung aus Knochen, Fladenbrot backen und kosten, Trank & Kost wie zu Ötzi´s Zeiten (ab mittags) musikalische Umrahmung
Weitere Information zum Ötzi-Dorf bzw. zum Gletschermann bekommt Ihr auf den folgenden Seiten:
oetzi-dorf Infos zum Dorf und den angebotenen Aktivitäten aus 1. Hand
Universität Innsbruck Die umfassendste Informationssammlung über den Mann aus dem Eis
Ötzi-Museum Bozen eine weitere, wirklich gute Informationsquelle
DJ Ötzi eine Kuriosität zum Thema? Auch international erolgreich
Unsere Empfehlung: UNBEDINGT HINFAHREN!
Und so findet Ihr das Ötzi-Dorf:

Der Weg ins Museumsdorf

Alle Bilder wurden uns freundlicherweise vom Ötzi-Dorf zur Verfügung gestellt

Vor über 5000 Jahren kam ein Mann am heutigen Hauslabjoch ums Leben. All die Jahre schloß ihn ein Gletscher ein und gab ihn im Jahre 1991 als Mumie wieder frei.
Wir wollen hier noch einmal die Tage der zufälligen Entdeckung der "Gletscherleiche" in Erinnerung rufen:
Do, 19.September 1991
Die deutschen Bergsteiger Erika und Helmut Simon sind abseits des markierten Bergpfades auf dem Weg zur Similaunhütte, als sie um ca.13: 30 Uhr am Hauslabjoch in 3210 Meter Höhe eine puppenähnliche menschliche Gestalt halb aus dem Eis ragen sehen. Später in der Similaunhütte berichten sie von ihrer Entdeckung. Der Wirt Markus Pirpamer benachrichtigt die Gendarmerie und bricht nochmals zum Hauslabjoch auf, sieht dort die Leiche und allerlei seltsame Gegegenstände.
Fr, 20. September
Ein Hubschrauber der Gendarmerie Innsbruck landet am frühen Nachmittag am Hauslabjoch. Mit einem Schrämmhammer versucht ein Gendarm mit Hüttenwirt Pirpamer die Leiche aus dem Eis zu befreien. Dabei wird ihre linke Hüfte und der linke Oberschenkel beschädigt. Weil das Wetter sich verschlechtert, muss die Bergung abgebrochen werden. Dabei nimmt der Gendarm das Beil - er hält es für einen seltsamen, altertümlichen Pickel - mit, und gibt es am Gendarmerieposten in Sölden ab.
Sa, 21. September
Der Vater des Hüttenwirtes, Bergrettungsobmann Alois Pirpamer, steigt zum Hauslabjoch auf und versucht erfolglos, die Leiche aus dem Eis zu befreien. Ein Rettungs-Hubschrauber steht nicht zur Verfügung. An diesem Tag wird der Gletschertote u.a. noch von den sich zufällig in der Nähe befindlichen Bergsteigern Reinhold Messner und Hans Kammerlander sowie den Volkskundlern Hans und Gerlinde Haid aufgesucht.
So, 22. September
Alois Pirpamer steigt mit einem Bekannten zum Hauslabjoch auf. Zusammen pickeln sie die Mumie für die am folgenden Tag geplante Bergung weiter frei. Sie sammeln die herumliegenden Utensilien ein und nehmen sie in einem Plastiksackerl mit.
Mo, 23. September
Reporter des ORF haben Wind von der Sache bekommen und treffen um die Mittagszeit per Hubschrauber am Hauslabjoch ein. Der Gerichtsmediziner Rainer Henn hatte am Morgen auf seinem Schreibtisch eine Mitteilung gefunden, dass eine Gletscherleiche zu bergen sei und auch einen Hubschrauberflug arrangiert. Am Fundort wird er von einem Kamerateam empfangen. Da Alois Pirpamer berichtet hatte, der Tote liege bereits frei, hatte Henn Bahre, Schaufel und Pickel als unnützen Ballast ausladen lassen. Doch die Leiche ist über Nacht wieder eingefroren. Mit Hilfe des Eispickels und Skistockes eines zufällig vorbeikommenden Bergsteigers lösen Henn und seine Mitarbeiter die Mumie aus dem Eis - eine Szene, die später als Fernsehfilm weltweit Aufsehen erregen wird. Leichnam und Beifunde werden in Plastiksäcken verpackt und nach Vent geflogen. Dort wird der Tote in einen Sarg gepackt - wobei wahrscheinlich der linke Arm bricht -, im Leichenwagen ins gerichtsmedizinische Institut Innsbruck gebracht und über Nacht in der Kühlkammer aufbewahrt.
Di, 24. September
Morgens früh gegen acht Uhr wird der Urgeschichtler Konrad Spindler angerufen, der kurz darauf im Institut eintrifft und endlich das wahre Alter und die Bedeutung des Fundes erkennt.
In der Folge werden bei weiteren Untersuchungen der Fundstelle noch etliche Utensilien aus dem Besitz des Gletschermannes gefunden.

 
 
 
14.5.2002
 
 
 
     
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