Um das wirkliche
Feeling für das Leben unserer Vorfahren zu bekommen, werden im Ötzi-Dorf
auch zahlreiche Kurse (vom Schnupperkurs bis zum mehrtägigen Kurs
- auch für Familien) angeboten.
Das Spektrum ist sehr breit gefächert und umfasst unter anderem Fertigkeiten,
wie Bogenschießen, Feuermachen (natürlich ohne Feuerzeug)
und die Feuersteinmesser-Herstellung. Auch die Technik des Bogenbauens
kann im Museumsdorf erlernt werden. Interessant sind ausserdem Spurenlesen
und Naturbeobachtung sowie Wildnisleben für Kinder. Die Kräuterhexen
können bei einer Kräuterwanderung mit Salbenmischen oder
beim Kurs Wurzelsammeln und Tinkturen ihre Kenntnisse erweitern.
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Aber auch
das Feiern kommt im Ötzi-Dorf nicht zu kurz!
Am 9.6., 21.7., und 15.9., jeweils ab 14:00 Uhr gibt es das Fest im Ötzi-Dorf!
Mit fachkundige Erklärungen bei den einzelnen Anlagen, Weben am Gewichtswebstuhl,
Brettchenweben, Feuerschlagen mit Feuerstein und Zunder, Spinnen mit Handspindel,
Feuersteingeräteherstellung, Schmuckherstellung aus Knochen, Fladenbrot backen
und kosten, Trank & Kost wie zu Ötzi´s Zeiten (ab mittags) musikalische
Umrahmung |
| Weitere Information
zum Ötzi-Dorf bzw. zum Gletschermann bekommt Ihr auf den folgenden Seiten: |
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| oetzi-dorf |
Infos zum Dorf
und den angebotenen Aktivitäten aus 1. Hand |
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Unsere
Empfehlung: UNBEDINGT HINFAHREN!
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Und
so findet Ihr das Ötzi-Dorf:
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Vor
über 5000 Jahren kam ein Mann am heutigen Hauslabjoch ums Leben. All die
Jahre schloß ihn ein Gletscher ein und gab ihn im Jahre 1991 als Mumie wieder
frei.
Wir wollen hier noch einmal die Tage der zufälligen Entdeckung der "Gletscherleiche"
in Erinnerung rufen:
Do, 19.September 1991
Die deutschen Bergsteiger Erika und Helmut Simon sind abseits des
markierten Bergpfades auf dem Weg zur Similaunhütte, als sie um ca.13: 30
Uhr am Hauslabjoch in 3210 Meter Höhe eine puppenähnliche menschliche
Gestalt halb aus dem Eis ragen sehen. Später in der Similaunhütte berichten
sie von ihrer Entdeckung. Der Wirt Markus Pirpamer benachrichtigt die Gendarmerie
und bricht nochmals zum Hauslabjoch auf, sieht dort die Leiche und allerlei seltsame
Gegegenstände.
Fr, 20. September
Ein Hubschrauber der Gendarmerie Innsbruck landet am frühen Nachmittag am
Hauslabjoch. Mit einem Schrämmhammer versucht ein Gendarm mit Hüttenwirt
Pirpamer die Leiche aus dem Eis zu befreien. Dabei wird ihre linke Hüfte
und der linke Oberschenkel beschädigt. Weil das Wetter sich verschlechtert,
muss die Bergung abgebrochen werden. Dabei nimmt der Gendarm das Beil - er hält
es für einen seltsamen, altertümlichen Pickel - mit, und gibt es am
Gendarmerieposten in Sölden ab.
Sa, 21. September
Der Vater des Hüttenwirtes, Bergrettungsobmann Alois Pirpamer, steigt zum
Hauslabjoch auf und versucht erfolglos, die Leiche aus dem Eis zu befreien. Ein
Rettungs-Hubschrauber steht nicht zur Verfügung. An diesem Tag wird der Gletschertote
u.a. noch von den sich zufällig in der Nähe befindlichen Bergsteigern
Reinhold Messner und Hans Kammerlander sowie den Volkskundlern Hans und Gerlinde
Haid aufgesucht.
So, 22. September
Alois Pirpamer steigt mit einem Bekannten zum Hauslabjoch auf. Zusammen pickeln
sie die Mumie für die am folgenden Tag geplante Bergung weiter frei. Sie
sammeln die herumliegenden Utensilien ein und nehmen sie in einem Plastiksackerl
mit.
Mo, 23. September
Reporter des ORF haben Wind von der Sache bekommen und treffen um die Mittagszeit
per Hubschrauber am Hauslabjoch ein. Der Gerichtsmediziner Rainer Henn hatte am
Morgen auf seinem Schreibtisch eine Mitteilung gefunden, dass eine Gletscherleiche
zu bergen sei und auch einen Hubschrauberflug arrangiert. Am Fundort wird er von
einem Kamerateam empfangen. Da Alois Pirpamer berichtet hatte, der Tote liege
bereits frei, hatte Henn Bahre, Schaufel und Pickel als unnützen Ballast
ausladen lassen. Doch die Leiche ist über Nacht wieder eingefroren. Mit Hilfe
des Eispickels und Skistockes eines zufällig vorbeikommenden Bergsteigers
lösen Henn und seine Mitarbeiter die Mumie aus dem Eis - eine Szene, die
später als Fernsehfilm weltweit Aufsehen erregen wird. Leichnam und Beifunde
werden in Plastiksäcken verpackt und nach Vent geflogen. Dort wird der Tote
in einen Sarg gepackt - wobei wahrscheinlich der linke Arm bricht -, im Leichenwagen
ins gerichtsmedizinische Institut Innsbruck gebracht und über Nacht in der
Kühlkammer aufbewahrt.
Di, 24. September
Morgens früh gegen acht Uhr wird der Urgeschichtler Konrad Spindler angerufen,
der kurz darauf im Institut eintrifft und endlich das wahre Alter und die Bedeutung
des Fundes erkennt.
In der Folge werden bei weiteren Untersuchungen der Fundstelle
noch etliche Utensilien aus dem Besitz des Gletschermannes gefunden.
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