Sprengstoff BikiniSprengstoff: BIKINI ...

... zweiteiliger Badeanzug, bestehend aus einem Büstenhalter und einem knappen Höschen. Der Bikini wurde 1946 (ja, der Bikini ist mittlerweile schon über 60 Jahre alt) von Louis Réard in Paris vorgeführt, wenige Tage nach dem Aufsehen erregenden Atomtest auf dem Bikini-Atoll, woher auch der Name stammt. Moralapostel aller Länder wehrten sich anfangs heftig gegen die "unmoralische" Badebekleidung. Daher setzte sich der Zweiteiler erst in den 60er Jahren durch.

Dabei ist die Bikiniform gar nicht so sensationell neu. Dem heutigen Bikini ähnliche Zweiteiler gab es schon vor sehr langer Zeit. Dies belegen antike Wandmalereien und ein antikes Mosaik aus dem 4. Jahrhundert nach Christus im sizilianischen Bergstädtchen Piazza Armerina. Attische Schalen von 440 v. Chr. sowie Mosaiken aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. dokumentieren außerdem die frühe Existenz der Zweiteiler. Junge Frauen tragen lediglich Höschen und Brustbänder, die dem heutigen Bikini sehr ähnlich sehen. Ob es sich bei deren Bekleidung um Unterwäsche, Sport- oder Bademode handelt ist aber ungeklärt.

Ordentliche Badekleidung aus dem Jahr 1883Bademode - zwischen Schamgefühl und Lebenslust ...

Bikinis, Monokinis, Tangas, Strings und kesse Badeanzüge - während heutzutage ein Hauch von Nichts die weiblichen Formen am Strand verhüllt, plantschten die Damen im 18. und 19. Jahrhundert noch züchtig im Wasserkostüm. Zum ordentlichen Badekleid gehörten Badestrümpfe, Badeschuhe und ein Hut, der meist über einer Badehaube getragen wurde. Unter dem Badekleid steckte der Körper selbstverständlich im Korsett. Mit derartigen Kostümen bekleidet ging man allerdings nur bis zu den Knien ins Wasser (schwimmen war ohnehin nicht möglich).

Aufschrei der Moralapostel ...

In den 30er Jahren entwickelte sich der Drang zum Sonnenbaden. Ärzte bezeichneten die Sonne als Medizinflasche des Universums. Die Sonnenanbeterinnen zeigten etwas mehr Haut. Auf Werbeplakaten hielten Frauen in Badeanzügen Einzug. Natürlich wurde sofort versucht die aufkommende unmoralische Nacktheit zu unterdrücken.
Ein Erlass aus dem Jahr 1932 aus Deutschland: "Frauen dürfen nur baden, falls sie einen Badeanzug tragen, der Brust und Leib an der Vorderseite des Oberkörpers vollständig bedeckt, unter den Armen fest anliegt sowie mit angeschnittenen Beinen und einem Zwickel versehen ist", hieß es. Doch die Moralapostel konnte die lockerer werdende Badefreude zum Glück nicht aufhalten. Schon in den 40er Jahren präsentierte sich die Bademode zweigeteilt.

Atom vs Bikini ...

1946 bot der Franzose Jacques Heim in seinem Geschäft in Cannes einen Zweiteiler mit dem Namen "Atom" an. Sein Konkurrent Louis Réard stellte kurze Zeit später seine zweiteilige Kreation "Bikini" vor. Unbekannt ist, wieso Reard der neuen Badekleidung den Namen des Atolls im Südpazifik gab, auf der kurze Zeit vorher der erste Atombombentest stattgefunden hatte. Bei einer Modenschau in Paris sorgte der Bikini jedenfalls für einen handfesten Skandal.

Äußerst unmoralisch ...

Im deutschsprachigen Raum galt sogar noch im Jahr 1957 das Tragen eines Bikinis als äußerst unmoralisch. Eine Zeitschrift schrieb: "Es ist wohl hier nicht notwendig, ein Wort über den sogenannten Bikini zu verlieren. Ist es doch undenkbar, daß ein Mädchen mit Takt und Anstand je so etwas tragen könnte." So schwer kann man sich täuschen!

Famous Bikini ...

Seit sich Brigitte Bardot im Film "... und ewig lockt das Weib" und Ursula Andress im 007-Streifen "James Bond jagt Dr. No" im Bikini präsentierten, erobert der Zweiteiler mehr und mehr Strände und Badeanstalten in aller Welt.

Stereo = 2 | Mono = 1 | NO = 0...

Im Jahr 1964 erfand der in den USA schaffende, gebürtige Wiener Modemacher Rudi Gernreich den Monokini, indem er einfach das Oberteil weg ließ. Diese freizügige Modeerscheinung ist auch unter dem weit verbreiteten Begriff "oben ohne" bekannt. Aktuell werden aber auch extravagante Verbindungen von Bikinitop und Bikinihöschen als Monokini bezeichnet.
Spaßige Zeitgenossen bezeichnen den Verzicht auf jedwede Badebekleidung auch als NOKini.

Knapper Monokini (die Notwendigkeit der Intimrasur wird klar!)In der Gegenwart gibt es unterschiedliche Modeströmungen. Einerseits werden vor allem in den USA und Lateinamerika, aber auch hierzulande, sogenannte Microkinis (ausgesprochen knapp geschnittene Bikinis, die gerade noch die Schamlippen bedecken) immer beliebter. Zum anderen werden weitere Formen der Badebekleidung entworfen, die dem zunehmenden Anteil muslimischer Bevölkerung in westlichen Ländern gerecht werden. So wird neuerdings in Australien ein Burqini (Wortkombination aus „Burka bzw. Burqa“ und „Bikini“) angeboten, der auch islamischen Frauen die Teilnahme am Strandleben ermöglichen soll.

Das Wort „Bikini“ hat auf vielfache Weise Eingang in die deutsche Sprache gefunden, indem es in Wortzusammensetzungen wie Bikinizone, Bikini Waxing (nötig bei knappen Schnitten) oder Bikinifigur auftaucht. Insbesondere das Thema Intimrasur wird durch die knappen Höschenschnitte vom Modetrend zur Notwendigkeit.

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