Treze Tílias (Dreizehnlinden) - Die wirtschaftliche Krise
in den 30er Jahren, zwang einige Menschen aus Tirol (Österreich) zu der Überlegung aus ihrem Land wegzuziehen. Und so
kam es auch, durch eine Initiative des damaligen Landwirtschaftsministers Andreas Thaler, der einen Plan zur Kolonisation
ausarbeitete. Familien aus Tirol und Vorarlberg stürzten sich in ein neues Abenteuer. Am 13.10.1933 war es dann
soweit, die österreichische Kolonie 'Dreizehnlinden' (Treze Tílias) wurde im Süden Brasiliens von etwa 82 Österreichern
(mehrheitlich aus Tirol) unter der Führung von Andreas Thaler gegründet.
Man suchte sich ein Gebiet aus das, in etwa 600 Meter Höhe
lag und dem Bedingungen Tirols ähnlich war.
Dreizehnlinden liegt im Bundesstaat Santa Catarina
und beheimatet etwa 5000 Einwohner. Viele Bewohner beherrschen immer noch die deutsche (tirolerische) Sprache neben Portugiesisch.
Dreizehnlinden liegt ein wenig abseits von der eigentlichen Touristenroute und ist für Touristen, die einen ruhigen Fleck bevorzugen,
ein beliebtes Ziel geworden. Die Ortschaft erinnert in vielerlei Hinsicht an Tirol. Die Gebäude und Wohnhäuser (Blumen vor
den Fenstern, etc...) sind denen in Tirol sehr ähnlich. Das handwerkliche Geschick wurde aus Tirol mit nach Brasilien gebracht
und bot in der schwierigen Anfangsphase eine gute Möglichkeit Geld zu verdienen. Mittlerweile hat sich die Handwerkskunst weltweit
einen Namen gemacht. Dreizehnlinden ist nicht nur für ausländische Touristen ein beliebtes Ziel. Besonders Brasilianer aus
allen Gegenden Brasiliens besuchen das 'Tiroler Dorf', wie es liebevoll genannt wird. Im Oktober wird das Tirolerfest
gefeiert und einer der Höhepunkte ist der Schuhplattler, der jedes Jahr von vielen Touristen bestaunt wird.