Neu im Ferdinandeum: meisterhafte Reiterstatuette von Caspar Gras

Verein Ferdinandeum, Landesgedächtnisstiftung und Land Tirol ermöglichen wertvolles Ensemble von Tiroler Bronzeguss im Kuppelsaal des Museums

Ab sofort ist das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum um ein Meisterwerk reicher: Eine kunstvoll gefertigte Reiterstatuette aus der Hand von Caspar Gras aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts hat im Kuppelsaal des Museums ihre neue Heimat gefunden. Sie stellt mit großer Wahrscheinlichkeit Erzherzog Ferdinand Karl von Tirol, den Sohn Erzherzog Leopolds V. und dessen Gemahlin Claudia de‘ Medici, dar. Der Bronzeguss wurde vom Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum durch Vermittlung von Hofrat Dr. Franz Caramelle, dem ehemaligen Landeskonservator von Tirol, und mit Förderung der Kulturabteilung des Landes Tirol und der Landesgedächtnisstiftung Tirol, erworben.

Als Hauptwerk von Caspar Gras und zugleich als eines der wichtigsten Bronzedenkmäler des 17. Jahrhunderts im süddeutsch-österreichischen Raum gilt der Innsbrucker Leopoldsbrunnen mit dem Reiterstandbild Leopolds V. Zehn Figuren des Brunnens werden bereits seit 1991 als Leihgaben des Kunsthistorischen Museums im Ferdinandeum präsentiert. Ein Prunkmörser von Gras und seine 1628 entstandene Gedenktafel mit dem Doppelbildnis Leopolds V. und Claudia de‘ Medici sind ebenso in der Schausammlung zu sehen.

„Der Kuppelsaal des Ferdinandeum wird durch die neue Bronzestatuette zu einem besonderen Glanzstück in unserer Schausammlung. Wichtige Zeugnisse der Modelleurkunst, die Caspar Gras nach Alexander Colin und Hubert Gerhard zur Blüte brachte, und des Tiroler Bronzegusses kommen hier eindrucksvoll zur Geltung“, hält PD Dr. Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen, fest.

LR Palfrader und LT-Präs. van Staa betonen landesgeschichtliche und kulturhistorische Bedeutung

Landesgeschichtliche und kulturhistorische Bedeutung der Reiterstatuette von Caspar GrasDie neu erworbene Plastik mit einer Höhe von 48 cm zeigt ein trabendes Pferd mit einem Reiter im zeitgenössischen Harnisch. Sie wurde aus mehreren einzeln gegossenen Teilen gefertigt. Beim Porträtkopf handelt es sich um einen sogenannten Reserve- oder Wechselkopf, der einschließlich des Kragens abgenommen und ausgetauscht werden kann. Dieses Phänomen findet sich im 16. und 17. Jahrhundert öfter bei Reiterstatuetten: Die Gestalt des Reiters und das Pferd wurden übernommen, durch das Aufsetzen eines anderen Porträtkopfs wurde die Figur zum gewünschten Herrscher gemacht. Die Statuette war ursprünglich vermutlich mit weiteren Details wie Lorbeerkranz, Zügel, Feldherrenstab oder Halfterband ausgestattet.

Außer Zweifel ist diese Reiterstatue eine wichtige Ergänzung für die Kunstsammlung in unserem Land. Ich freue mich, dass sie im Ferdinandeum einen gebührenden Platz gefunden hat“, bekräftigt Landesrätin Dr. Beate Palfrader. Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa ergänzt: „Gemeinsam haben wir die einmalige Gelegenheit wahrgenommen, dieses landesgeschichtlich und kulturhistorisch markante Werk nach Tirol zu holen“. Prof. Dr. Werner Plunger, Vorstandsvorsitzender des Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, spricht der Kulturabteilung des Landes Tirol und der Landesgedächtnisstiftung Tirol seinen Dank aus und betont: „Erst durch die Unterstützung des Landes ist die Erwerbung dieser prächtigen und bedeutenden Reiterstatuette für den Verein möglich geworden.

Caspar Gras war ein Schüler von Hubert Gerhard. 1602 kamen beide mit Maximilian III. dem Deutschmeister, bei dessen Regierungsantritt als Gubernator von Tirol und Vorderösterreich, nach Innsbruck. 1616/19 schuf Gras das Grabmal für Maximilian III. den Deutschmeister in der Innsbrucker Domkirche St. Jakob, basierend auf einem Konzept Hubert Gerhards. Neben weiteren berühmten Großfiguren wie dem Riesen Haymon für das Stift Wilten schuf Gras zahlreiche künstlerisch herausragende Kleinplastiken. Caspar Gras gilt als letzter Vertreter des Manierismus.

Link: www.tiroler-landesmuseen.at

 

Quelle Text / Bilder: Tiroler Landesmuseen / Wolfgang Lackner

 

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